Stil-Überblick
Der Innovator ist ein Stil, bei dem sich Denken und Empfinden vor allem ab dem Abend vertiefen, die Energie wächst, wenn Termine und Kontakte zunehmen, und die Kraft entfaltet wird, wenn man je nach Tagesstimmung und Situation umschaltet. Am Ende bringt „selbst eine Form zu erschaffen" die Zufriedenheit auf einen Schlag nach oben.
Häufig kommt folgendes Gefühl auf: In einer Situation, in der alle sagen „Das macht man doch normalerweise so", flackert im eigenen Kopf bereits eine Alternative auf. Man will nicht einfach nur widersprechen, aber „es geht doch besser" sieht man schon im Voraus. Das ist beim Innovator eine ganz natürliche Reaktion.
Ein weiteres Merkmal ist, dass Emotionen und Ideen miteinander verbunden sind. Wenn Freiheit da ist, sprießen die Ideen, und wenn die Ideen sprießen, wird auch das Handeln leichter. Umgekehrt: Wenn man abgelehnt, eingeschränkt oder in keine Entscheidung einbezogen wird, bleibt man plötzlich stecken. Das mag launisch wirken, doch eigentlich zeigt sich nur, ob die Umgebung passt oder nicht.
Etwas konkreter auf das Alltagsleben übertragen: Der Innovator ist kein Mensch mit Stimmungsschwankungen, sondern jemand, dessen Schwankungsbreite stark von der Umgebung abhängt. An einem Tag, an dem man frei ausprobieren kann, kommt man konzentriert vier Stunden voran, während man an einem eng geregelten Tag schon nach 30 Minuten erschöpft ist. Dieser Unterschied ist kein Zeichen mangelnder Disziplin, sondern ein Wesensmerkmal. Deshalb ist „sich selbst die Schuld geben" langsamer als „die Bedingungen anpassen".
Hinzu kommt: Die Lebenszufriedenheit des Innovators hängt weniger davon ab, „die richtige Lösung gefunden zu haben", sondern davon, „ob man nach eigener Überzeugung gewählt hat". Derselbe Termin fühlt sich leicht an, wenn man ihn selbst gewählt hat, und schwer, wenn er aufgezwungen wurde. Wenn man dieses Gefühl nicht ignoriert, sondern damit umzugehen lernt, lässt man sich von Stimmungswellen weniger mitreißen.





